Erkenntnisse des Abends (1)
// neue, hoffentlich kontinuierliche, Rubrik // Die Reihenfolge der Aussagen hat keinen Bezug auf deren Inhalt
ICH
- bin so alt dass ich von Generationskonflikten sprechen KANN
- habe es geschafft kultur-politisch wahr und ernst genommen zu werden
- hab einen Touch-Down von der 20 ft yard geschafft
- DARF dumm genug sein um mein Leben zu schwenden und es gibt dort draußen Menschen die helfen mir und unterstützen mich dabei
- so weit, dass man mir nicht (mehr) anmerkt dass ich vom Dorf komme
- bin weiter als meine Generation und mein Jahrgang sowieso
- kann verzweifelten VKlern morgens um 5 ihre Videoinstallation fixen (mit 2 Mouse-Clicks)
- hab echt verdammt gute Freunde in Weimar gewonnen (ich hab von dir gelernt keine Namen im Internet zu nennen und du weißt eh dass ich dich meine, danke!)
- werde dass schon schauckeln, dass traut man mir zu
- bin nicht faul, ich gewichte Prioritäten nur “ungewöhnlich”
- kann streiten
- bin verdammt froh darüber
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sorgt bei mir für gemischte Gefühle. Einerseits brauchen die Jungs dringend Kohle, aber andererseits kommt das einem rießigen Verrat an der Idee des Copyfights gleich. Zum einen da die Bucht nicht mal im Ansatz das gleiche bleiben dürfte und einer meiner Lieblingsplätze des öffentlichen Filesharings nicht mehr da ist. Erst durch TPB bin ich auf Torrents damals aufmerksam geworden und bin immer mehr zu einem großen Fan der Technik hinter Torrentnetzen geworden.
Es ist zum heulen, ein weiterer Sieg für die Contentmafia, die sich sicherlich grad einen Ast weg lacht. Und noch im Feburar wurden sie als die Märtyrer des Copyfights dargestellt.
[via: zeit.de]
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Tags: The Pirate Bay, tpb
German Poképorn
Irgendwie versteht den zwar keiner in meinem persönlichen Umfeld, aber ich hoffe auf die Schwarmintelligenz des Interwebs.
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Tags: Comic, Pokémon, Porn
*BAM!* Hatte ich doch recht! Erst vor 2 Tagen haben wir im Maschinenraum diskutiert, dass es Unis nicht treffen wird wegen Freiheit von Forschung und Lehre und ich eingehackt hab, dass aber im Gesetz was von wegen mehr als 10 000 Kunden steht und dass das manche Rechenzentren locker schaffen und dass die auch als Provider gelten.
Und heute kommt bei fefe die Meldung das ich Recht hatte! Naja eigentlich kein guter Grund zum freuen aber was solls, ist ja eh egal, da es da draussen eh keiner merkt.
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Tags: Behörden, Kinderpornographie, Netzsperren, Universitäten
Das klingt recht viel versprechend, deswegen übernehm ich mal die Werbung auf der Pinnwand hier her.
Wie werden in Zukunft Publikationen im Print-, Radio- und Fernsehbereich produziert?
Sven König wird in seinem Vortrag die künstlerischen, technischen und
wirtschaftlichen Aspekte des durch das Internet ausgelösten Wandels der Medien darstellen.Dabei wird er einige aktuelle Entwicklungen zeigen und darlegen, welche Entwicklungen denkbar sind. Weiterhin wird es darum gehen, auf welche möglichen persönlichen Positionierungen wir uns in Zukunft einstellen müssen.
Der Vortrag von Sven König ist eine Veranstaltung der Professur Experimentelles Radio und findet im Rahmen der „Radiogespräche“ statt.
Datum/Zeit: Mittwoch, 1. Juli 2009, 15 Uhr
Ort: Glaskasten der Limona, 5. OG, Steubenstraße 8 (Hintereingang)
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Tags: Bauhaus-Universtiät Weimar, Sven König, Vortrag, Weimar
Ich träume an einem abend
von dem selbigen, von einer Gesellschaft die einen abend das Bewusstein hatte, das Kultur gemeinsam erlebt und geteilt werden muss:
Aus ihr wuchs eine Band die einfach so in einem kleinen Pub, nur ein paar Häuser weiter, für die Leute spielte. Einfach so, ohne Eintritt. Der kleine Raum, in dem gespielt wurde, war voll mit Menschen, die sich alle nicht wirklich kannten, aber gemeinsam tanzt und musiziert haben. Denn als das Konzert vorbei war, fingen die Leute selber an zu spielen. Zusammen erschuffen sie neues, ließen ältere Stücke mit einfließen und gingen ganz spielerisch damit um. Sie varierten alte Songs oder kreierten ein Mash-Up, ganz ohne den Gedanken, dass sie das gerade gar nicht tut dürften. Das brauchten sie auch nicht tun, denn in dieser Gesellschaft gab es so etwas nicht, das Kultur gewissen Regel unterliegt.
Eine Revolution ohne Tanz, ist eine vergeudete Revolution. Aber was passiert wenn die Revolution vorrüber ist und keiner mehr tanzt?
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Europäische Kommission rügt China wegen Internet-Filtern
“Das Blockieren oder Filtern bestimmter Internet-Inhalte ist für die Europäische Union völlig inakzeptabel.” Diese Worte hat EU-Medienkommissarin Viviane Reding der chinesischen Regierung ins Stammbuch geschrieben. Die von Peking geplante Einführung eines Internet-Filters ziele darauf ab, das Netz zu zensieren und die Meinungsfreiheit einzuschränken, sagte Reding in Brüssel. China hat erklärt, der Filter richte sich gegen Seiten mit pornographischem Inhalt und diene dem Jugendschutz. Ab Juli muss die Software auf allen dort verkauften Computern installiert sein.
Ja wie jetz? Aber warum sollten sie sich auch nicht über EU-Richtlinien hinwegsetzen, dass haben sie ja bei der Gewaltenteilung und dem Rechtsstaat bereits bewiesen wie gut sie das können!
[via: deutschland radio kultur]
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Tags: China, EU, Meinungsfreiheit, Pornographie, Viviane Reding, Zensur
just my daily ‘Kotzreiz’ (23)
dieser Trackback sorgte gestern Nacht eigentlich schon wieder für kleinere bis mittelgroße Bröckchen, die meinen Magen gen Speiseröhre verließen. Nur gestern Nacht hatte ich keine Lust das zu zerreißen, aber wenn schon jemand so nett ist mir einen Trackback zu setzen, dann will ich mal nicht so sein.
/*
Ich will es nochmal für den Rest erwähnen. Ich bin NICHT bei den Piraten und meine persönliche Meinung steht auch nocht im Anklang zum bundesweiten Beschluß der Grünen Jungend oder deren der Grünen. Ich gehöre mit meinen Ansichten in die fast linkeste Ecke der Copyfight-Bewegung. Das ist meine Meinung. Also bringt das bitte nicht durch einander.
*/
Also Auswertung:
Urheberrecht unentgeltlich abtreten?
Die Piraten haben sowas nie behauptet. Sie wollen es fair gestalten und dabei wird von den Verwertungsrechten (einem Teil des Urheberrechts) gesprochen. Die Piraten fordern lediglich, eine Entkriminalisierung von filesharern und die Kulturflatrate.
Ich vertrete den extremen Ansatz, dass so etwas wie das Urheberrecht nur in einer kapitalistischen Gesellschaftsordnung von Bedarf ist. Da ich persönlich eine höhere Ordnung anstrebe, lehne ich dieses somit auch ab. Zur Zeit verwende ich zwar auch CC aber auch nur dass mein Content nicht kapitalerzeugend entfremdet wird.
Keine Konkurrenz, keine Kreativität!
Jaja, ne is klar. Eine freie Nutzung von Kultur und Wissen würde uns endlich von den Fesseln der desinformellen Sklaverei befreien, aber soweit wollen viele ja nicht denken! Ich will in keiner solchen Welt leben. Ich will eine Welt in der wir aus uns selbst heraus kreativ sind. Aus unserem eigenen Wissensdurst heraus forschen und lernen. Ich würde behaupten, ein wenig anders formulieren auch die Piraten das. Die Stellungnahme zum Thema Software-Patente sagt ähnliches aus. Über die Hälfte meiner elektronischen Musik ist unter CC und regelmäßig wollen Leute von mir das Zeug, weil sie es nicht kennen und hammer gut finden. In der Blogroll sind meine lieblings Labels gelistet. Portale wie Jamendo wachsen stetig, die Bilder auf flickr unter CC werden täglich mehr, Wikipedia, Linux, etc etc etc pp. Jaja keine Kreativität. *an den Kopf fass*
Grundgesetzliche Schranken
So und nun wirds richtig bitter mit der Galle im Mund. Damit es der letzte Contentmafiafaschist versteht: Die Digitale Kopie HAT KEIN Trägermedium! Sie ist davon befreit und somit muss sie allein vom technischen Aspekt her, frei weiter kopierbar sein. Jede Einschränkung ist kontraproduktiv für die Netzneutralität. Denn das Internet und jeder daran angebundene Rechner ist als großes ganzes zu verstehen und nicht mit einzel Geräten. Ausserdem lässt sich jede Schranke umgehen. Der Kampf der Industrie mit Kopierschutzmaßnahmen gegen Gelegenheitskopierer hat erst dafür gesorgt, dass so viele Cracker eine Feierabendbeschäftigung haben!
So ab hier wirds mir dann zu doof das ganze zu kommentieren. Es folgt ein bla bla von wegen “kostenlos ist qualitätslos” und “Indivialitätsverlist”.
Einzig zustimmen würd’ ich damit, dass die Kulturflaterate nicht funktioniert. Genau, dass wäre eine Lebenserhaltungsmaßnahme für einen Komapatienten, so wie grad die Millardenspritzen für das nicht selbstständig lebende Wirtschaftssystem.
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Tags: Copyfight, Kapitalismuskritik, Kulturflatrate, Piratenpartei, Urheberrecht, Verwertungsrecht
