Konkurrenz

27Jan09

bekomme ich anscheinend von Klaus Jansen im Produzieren von Kopfschortt. Vielleicht mag er ja sogar mit bloggen… Wer weiß.

Wie wir prophezeit haben ist das ganze Überwachungstheater von wegen Vorratsdatenspeicherung und Online-Durchsuchung der totale Schuss in den Ofen. Die Kapazität der Beamten wird gesprengt und von der Kompetenz reden wir lieber besser gar nicht erst.

Die Ermittler fühlen sich derzeit trotz erweiterter Fahndungsbefugnisse und der gewünschten Vorratsspeicherung im Netz „allein gelassen“, meint Jansen. Im Internet werde „unser Rechtsstaat immer unfähiger zur Reaktion“, klagte auch Erhard Rex, Generalstaatsanwalt von Schleswig-Holstein. Die Justiz betreibe nur noch eine reine „Kriminalitätsverwaltung“, die Strafverfolgung sei „ausgepowert“. Staatsanwaltschaften würden „zugebuddelt“ mit Anfragen zur Verfolgung von IP-Adressen etwa von der Musikindustrie. Dazu kämen „bandwurmähnliche“, nicht mehr verständliche Gesetze und eine höchstrichterliche Rechtsprechung, „die allen Sicherheitsgesetzen die Zähne gezogen hat“. Im Cyberspace sei der Staat „ohnmächtig“.

ZYPASPASE!!! Haben die alle zu viel Hackers gesehen? Irgendwie fehlt mir da noch die „Datenautobahn“ in dem Beitrag. Denn Autobahnen sind ja seit je her eine deutsche Spezialität. Warum haben wir eigentlich nie eine eigene Datenautobahn bekommen? So Weltnetz oder so? Dann freuen sich bestimmt auch die FDÄ und die anderen Nasen die das anscheinend wirklich ernst nehmen was sie sagen.

Ok, ich schweife ab. Zurück zum Thema. Ja wer hat denn Vorschläge wie wir den armen Beamten bei ihrer überbezahlten Arbeit helfen können diesen Terrorstaat zu unterstützen? Erhard Rex, Generalstaatsanwalt von Schleswig-Holstein, hat da direkt eine Antwort parat.

Ein Dorn im Auge sind Rex dabei vor allem Anonymisierungsdienste.

Ich kann ihm gerne auch Nacktbilder von mir schicken, wenn er mag. Also so das letzte bisschen Privatsphäre auf dem Silbertablett.

Super finde ich ja auch aus dem Artikel die Forderung, dass der arme kleine Windows-User der verbuggte und unsichere Software verwenden _muss_ auf die Finger bekommen soll, wenn er gehaxx0rt wurden und ist und dann Blödsinn passiert:

Michael Bartsch von T-Systems sprach sich dagegen dafür aus, die Nutzer zur Rechenschaft zu ziehen. Wenn ein User seinen Rechner nicht ausreichend abdichte und dieser Teil eines Angriffsnetzes werde, müsse dem Unvorsichtigen ein Teil der Verantwortung übertragen werden.

Opferschutz? Und meines Wissenstandes können auch WLAN-Betreiber nicht verknackt werden, wenn sie eine unsichere WEP-Chiffre haben die geknackt wurden ist und sich dann jemand das neue DSDS-Album saugt. Oder auch wenn das Netz ganz ungeschützt ist wie z.B. die Freifunk Projekte oder meine lieblings WG, die H18 (nein das ist kein Joke, dass Haus heißt wirklich so, können wir auch nichts dafür).

So aber nun zum Schluss der Oberhammer von Jansen

Dafür brauchen wir Leute von den Universitäten, die direkt bei der Kriminalpolizei einsteigen; die IT so verstehen, wie diejenigen, die diese IT-Welt überhaupt konstruiert haben.

WTF!? Vielleicht sollte der Mann mal zu einem Vortrag eingeladen werden wozu das Internets und später das Interwebs erfunden wurde! Ich hab den Verdacht der Typ versteht von Medien-Philosophie so viel wie unser Toaster. Das Allerschlimmste dabei wird ja sein, dass der genug verblendete Deppen finden wird, die dem dabei auch noch helfen seine abstrusen Forderungen umzusetzen. Wenn das Paul Baran und Donald Watts Davies wüssten. Am liebsten würde ich dass ja heute alles verdrängen und mich über seine Retorik lustig machen: „IT-Welt“, durchzogen von „Datenautobahnen“ auf dennes es durch den gestiegenen „Informationsvekehr“ zu Behinderungen kommen kann. Unendliche Weiten im „Cyberspace“. Sorry aber so viek Grütz kann selbst ich mir nicht aus dem Rückenmark leihern.

Nachtrag zum Thema Deutsche und das Internet:

Baden-Würtemberg plant das erste europaweite Pilotprojekt einer Multimedia-Datenautobahn. Im Sommer 1995 soll im Raum Stuttgart die Zukunft des „interaktiven Fernsehens“ beginnen – „Datenautobahn soll Millionen Arbeitsplätze schaffen“ – VDI-Nachrichten, Nr. 35, 2.9.1994.

Das mit den Autobahnen und Arbeitsplätzen kennen wir doch… Hat ja schonmal funktioniert, nicht wahr?!

Datenautobahn in den Köpfen der Telekom

Datenautobahn in den Köpfen der Telekom

[via fefe]
[artikel auf heise: 1, 2]



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