„Damals versuchte man die Ausstrahlung von Musik im Radio zu verbieten.“

26Feb09

In der taz les ich grad wie in Stockholm munter auf der Content-Mafia rumgebashed wurde. Die habens aber auch echt nicht besser verdient.

Dies bedrohe die Existenz nicht nur der Branche, sondern auch der Künstler. Um mit dem Piraten-Problem fertig zu werden, gebe man jährlich etwa 100 Millionen Euro aus.

[…]

Selbst wenn sie weniger CDs kaufen sollten, gingen sie beispielsweise mehr auf Konzerte: Der Kuchen für die Musikbranche verteile sich nun lediglich anders. Er sei insgesamt jedenfalls als Folge von Filesharing nicht kleiner geworden.

Also wir halten fest: Durch die angeblich zurück gegangenen CD-Verkäufe kommt weniger Geld in die Kassen der großen Labels aus denen sie die Künstler „bezahlen“. Und von dem nicht mehr so vielen Geld braten die 100 Millionen in Anti-Piraterie-Mist der eh nichts bringt?! Saubere Logik.

Wie wärs auch mal damit: Keine abartig teuren Musikvideo mehr. Kein CD Werbung im Fernsehn in der Primetime und so weiter. Dann bleibt auch mal Geld für die Künstler und Mundpropaganda funktioniert immer noch am besten wenn ein Album wirklich gut ist.  Oder Musikempfehlungssysteme ala last.fm. Allein wenn mensch mal rekapituliert wann er wie Musik gekauft / runtergeladen / gefunden hat: ich würde schätzen weit über 90 % gegen auf Empfehlungen durch Freunde zurück oder Blogeinträge von Künstlern die ich mag. Nix damit teurer Schranzwerbung auf MTV!

Die Zeit der großen Labels ist hoffentlich bald vorbei!

Am besten fand ich ja die letzten Sätze des Artikels:

Außerdem zieht er eine Parallele zu einer ähnlichen Attacke der Musikverlage vor 90 Jahren, mit der sie gescheitert sei – zu ihrem eigenen Besten, wie sich später herausstellte: „Damals versuchte man die Ausstrahlung von Musik im Radio zu verbieten.“

[via: taz]



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