Sperrlistenunterzeichnung und Kundgebung in Berlin

17Apr09

Heuten haben in Berlin die Zensurursula und die Vorstände der ISPs die Selbstverpflichtung zur Speerung von kinderpornographischen Seiten unterschrieben und somit ohne jede rechtliche Grundlage mit dazu beigetragen unsere demogratischen Grundrechte zu untergraben! Ein trauriger Tag. Anstatt die ihre Energie mal in die Ermittlung gegen die Täter stecken würden… aber nein, dass würde ja vielleicht konstruktiv sein und was an der Wurzel des Problems was erreichen.

Fefe: Und wer heute noch nicht genug zu Kotzen hatte, für den habe ich noch ein Leckerli: Ayatollah Uhl, der Pseudo-Innenexperte der CSU, der Bill O’Reilly der Innen- und Terrorismus-„Experten“ Deutschlands, zur Internetzensur

Ayatollah Uhl: „Für mich steht jedoch fest, dass z.B. das Freiheitsrecht eines Kindes, nicht sexuell missbraucht und Pädophilen zur Schau gestellt zu werden, um einiges höher zu bewerten ist als eine verabsolutierte „Freiheit des Internets“ oder anderes dummes Geschwätz. Die ganze pseudo-bürgerrechtsengagierte Hysterie von Pseudo-Computerexperten, man müsse um jeden Preis ein „unzensiertes Internet“ verteidigen etc. – vgl. http://www.ccc.de -, fällt für mich in die Kategorie: juristisch ohne Sinn und Verstand und moralisch verkommen.“

Richtig krass ist ja dieses Interview in der ZEIT von einem Missbrauchsopfer in diesem Zusammenhang:

ZEIT ONLINE: Warum sind Sie gegen Frau von der Leyens Plan der Netzsperren?

Bahls: Weil er Kinderpornografie nicht bekämpft. Da ist irgendwo im Internet ein Missbrauch dokumentiert und die Bundesregierung schaut weg. Und sagt uns Bürgern, wir sollen auch wegschauen. Was noch viel krasser ist: Es werden zwischen den Staaten nur die Sperrlisten für die Filter ausgetauscht. Doch niemand bekämpft in seinem eigenen Land die Server, auf denen die Inhalte lagern. Wenn die zu den 1.500 Adressen gehörenden Server in den USA, Holland, Kanada und Deutschland dicht gemacht würden, die derzeit existieren, wären 90 Prozent der weltweit mit einem Browser erreichbaren Kinderpornografie nicht mehr verfügbar.

[via: taz, ctrl, indy]



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